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Einsatzmöglichkeiten Kleinwindkraftanlagen

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Eingestellt 21, Mai 2013 in Energiewende von Anonym

Was kostet eine Windanlage für einen zwei Personenhaushalt ?

Das Haus für die Windanlage steht direkt am Deich, d.h. hier ist ständig Wind. Es besteht eine Nachtstromspeicherheizung, die ersetzt werden soll. Ca 80 qm Wohnfläche für zwei Personenhaushalt. Wie kann gegebenfalls die Finanzierung geregelt werden und ist dazu eine spezielle Baugenehmigung nötig ? Hier ist Vogelschutzgebiet und ein paar Meter weiter beginnt das Naturwelterbe Wattenmeer.

   

2 Antworten

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Beantwortet 8, Jul 2013 von Alex Haas-Guder (126 Punkte)

Eine Kleinwindkraftanlage (KWEA) kann alleine keine Nachtspeicherheizung ersetzen, da selbst an der Küste mal längere Zeit Flaute sein kann - dazu wäre dann ein entsprechender Speicher + weitere Energiequellen nötig, die den Preis der KWEA alleine sicherlich weit übersteigen. Bei der KWEA selbst müssten Sie für ein deutsches Fabrikat mit z.B rund 4-5 kW Nennleistung Leistung mit ca. 12.000 € Netto + Kosten für Mast, Fundament, Installation rechnen. Am besten wäre eine Kombi-Anlage geeignet die Strom erzeugen und parallel zum Netz einspeisen kann + wählbar Wasser via Heizstäbe erwärmt. Baugenehmigung für Anlagen über 10m Gesamthöhe ist im ganzen Bundesgebiet nötig. Im Vogelschutzgebiet ist diese nur schwer zu erlangen - ich würde im Rahmen einer Bauvoranfrage beim zuständigen Bauamt die Lage prüfen. KFW-Darlehen im Rahmen einer energetischen Sanierung ist grundsätzlich möglich.

Kommentiert 21, Jun 2014 von Roger Schneider (69 Punkte)
Ich kann mich hier nur anschließen, die Ausführungen sind sehr richtig.
Der erste Schritt bei KWEA sollte immer eine Profi Windmessung oder an so guten Standorten wenigstens eine Profi Windanalyse sein.
Denn jede KWEA steht in Bodennähe. D.h. sie hat Verwirbelungen von Büschen, Bäumen, Gebäuden usw. aus der Umgebung - auch noch 100m entfernt!
Dieses muss man alles mit einkalkulieren, bzw. messen. Ansonsten ergibt es alles eine Milchmädchenrechnung.
Erst wenn man genau weiß, wie viel Wind im Durchschnitt da ist, d.h. wie oft der Wind 3/4/5/6/7 usw. m/s hat, kann man schauen welche Turbine die richtige ist.
Die Turbine NIEMALS nach Nennleistung auswählen. Denn diese sind vom Hersteller frei wählbar. Ich habe z.B. eine 1,5 KW Anlage die wesentlich leistungsstärker als viele 3-6 KW Turbinen ist.
Meine 3,5 KW Turbine ist in Bayern / im Schwachwindbereich auch schwächer als meine 1,5 KW aber an der Nordsee hat sie schnell den 2-4 fachen Ertrag.

Also erst die richtige Standortanalyse (kein Baumarkt Windmesser oder Windkarte), dann die richtige Turbine auswählen, dann kann man eine Wirtschaftlichkeit berechnen und dann viel Spaß haben. Wenn keine großen Verwirbelungen vorhanden sind, ist dies sicherlich eine Toplage mit tollen Erträgen, so dass sich eine gute Anlage nach 6-12 Jahren rechnen kann.

Mit sonnigen und windreichen Grüßen.
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Beantwortet 7, Jan 2014 von Wolfgang Hartmann (394 Punkte)
Es gibt mittlerweile Kleinwindkraftanlagen, die direkt am Haus montiert werden, keine nennenswerten Geräusche machen und auch kaum Schatten werfen, da sie keine horizontale Achse haben, sondern mit einer vertikalen Achse ausgestattet sind. Somit sollte auch das Vogelschutzgebiet kein Problem sein. Eine Baugenehmigung ist erforderlich.

Gern erstellen wir ein Angebot. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf, damit wir uns über weitere Details direkt austauschen können.

 

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Hartmann
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