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Berechnung des Stromverbrauchs einer Wärmepumpe

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Eingestellt 19, Feb 2013 in Solare Wärme, Heizen von Anonym

Wie berechnet man den Stromverbrauch einer Wärmepumpe?

   

1 Antwort

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Beantwortet 23, Sep 2013 von Cornelia Daniel (248 Punkte)

Das Feld der erneuerbaren Heizmethoden ist vielfältig. Da gibt es die Solarthermie, Pelletöfen, Wärmepumpen oder herkömmliche Holzkamine. Jede einzelne dieser Energieformen hat unterschiedliche Investitionskosten, unterschiedliche Kosten im Betrieb und spart unterschiedlich viel Energie ein. Sozusagen ein totales Durcheinander. Immer wieder habe ich in letzter Zeit die Frage gehört, wie man die laufenden Kosten bzw. den Stromverbrauch einer Wärmepumpe realistisch einschätzen kann? Meist ist die Antwort darauf jedoch sehr verschwommen: Da heisst es: Eine Faustregel gibt es nicht, das hängt von zu vielen Faktoren ab, etc… aber ich finde versuchen sollte man es doch wenigstens mal.

Ich habe hier verschiedene Informationen zusammengetragen, die ich gerne zur Diskussion stellen möchte. Die klassische Formel lautet folgendermaßen:
Heizleistung / Jahresarbeitszahl * Heizstunden * Wärmepumpentarif = Stromkosten der Wärmepumpe/Jahr

Als normaler Mensch kann man sicherlich mit keinem dieser Punkte etwas anfangen, hab ich Recht? Bevor ich also auf diese Formel im Detail eingehe, zäume ich das Pferd nun von hinten auf und versuche von meiner Wohnung ausgehend die zukünftigen Heizkosten, welche ich bei der Umstellung von Gas auf die Wärmepumpe hätte aufzuführen. Derzeit verbrauche ich ca. 8000 kWh Gas/Jahr. Das ist aber dann auch schon die einzige Information, die ich als Heimbesitzer habe, wenn ich mir meine Energiekostenabrechnung anschaue. Hier geht es im Moment ja auch nicht um Neubau, da hat man all die oben stehenden Werte noch eher zur Hand. Mir geht es hier um das Verständnis und darum, dass sich diese Kalkulation jeder mal für sich durchrechnen kann.
Warmwasser und Heizwasserverbrauch entscheidend

Bevor man jedoch zu rechnen beginnen kann, muss man sich bewusst sein, dass man in einem Haus zwei verschiedene Nutzungsmöglichkeiten von Warmwasser mit jeweils unterschiedlichen Temperaturniveaus hat. Während ich beim Brauchwasser zum Duschen höhere Temperaturen als 50° benötige, will die Fußbodenheizung mit niedrigeren Temperaturen um die 30° betrieben werden. Das Temperaturniveau ist ganz entscheidend, weil jedes gewünschte Grad mehr, auch entsprechend mehr Leistung vom Energiesystem verlangt. Nun hat man als Normalverbraucher aber leider keinen Einblick in die Aufteilung der verbrauchten Energie in Warmwasser und Heizung. Am Ende des Jahres kommt nämlich nur die Gesamtrechnung. Das macht die Sache nicht unbedingt leichter. Früher ist man von einer Aufteilung von 80:20 oder 70:30 zugunsten der Heizung ausgegangen. Das ist auch logisch, da schlecht gedämmte Häuser im Verhältnis viel mehr Heizenergie verbraucht haben als Duschwasser. Nun werden Häuser immer besser isoliert und der Heizenergiebedarf sinkt entsprechend. Nicht aber der Bedarf an Brauchwasser. Dieses Verhältnis verlagert sich in vielen neuen Häusern nun natürlich dementsprechend und es gibt Fälle, in denen der Warmwasserbedarf den der Heizung bereits überschritten hat. Für mein Rechenbeispiel nehme ich der Einfachheit halber nun eine fiktive 50:50 Aufteilung in Heiz- und Brauchwasser. Dies kann zum Beispiel bei Passivhäusern möglich sein.
Meine persönliche Milchmädchenrechnung

Ich entschuldige mich schon mal vorab für die vermutlich sehr vereinfachte Darstellung, aber hier geht es primär um das Verständnis und die Frage, wie man den zukünftigen Stromverbrauch einer Wärmepumpe definieren kann.

Meine Annahmen lauten also:

    Derzeitiger Verbrauch 10 000 kWh/Jahr für Heizung und Warmwasser
    Vereinfachte Aufteilung von 50% für Heizung und 50% für Warmwasser
    Verluste bei der Gasverbrennung bleiben unberücksichtigt
Den vollständigen Artikel finden Sie unter folgendem LINK

Kommentiert 15, Jan 2014 von Robert Doelling (171 Punkte)
Hallo, einfache Formeln zur Berechnung von Sole-, Luft- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen findest Du auch unter http://www.energie-experten.org/heizung/waermepumpe/leistung/stromverbrauch.html Diese beziehen sich wie auch im obigen Beispiel von Cornelia aber immer nur auf den Einfamilienhausbereich bei einer monovalenten Beheizung mit etwa 2000 Heizstunden im Jahr und einer ausreichend dimensionierten Wärmequelle. Zur Berechnung von z. B. bivalenten Wärmepumpensystemen, gerade auch ab einer Leistungsgröße von über 20 kW, würde ich Dir empfehlen, den Stromverbrauch von einem Fachmann kalkulieren zu lassen.
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