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Eine neue Photovoltaik-Anlage mit einer bestehenden kombinieren

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Eingestellt 1, Nov 2012 in Photovoltaik von Anonym

Wie können wir eine 2. Photovoltaik-Anlage mit der bestehenden Anlage kombinieren??

Im Dezember 2011 haben wir eine 7,3 KW Anlage mit 20% Eigenverbrauch installiert. Jetzt wollen wir auf dem selben Grundstück jedoch auf einem anderen Dach eine 13,4 KW Anlage bauen. Es wird eine eigenständige Anlage, die aber am gleichen Anschluss einspeisen soll. Wie müssen wir vorgehen?

   

1 Antwort

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Beantwortet 13, Nov 2012 von Erik Liebert (454 Punkte)

Wenn die Anlage über einen gemeinsamen Anschluss einspeist, wird es auch als eine Anlage gewertet. Üblicherweise wird bei der Antragsstellung dann im entsprechenden Formular "Erweiterung der bestehenden Anlage" angekreuzt. Sie bleiben mit der Gesamtanlage unter 30 KWp, somit ist das Ganze schon einmal relativ unproblematisch und sollte keine Probleme bei der Genehmigung des Versorgers geben. Nun gelten für die Anlagenerweiterung natürlich die aktuellen Vorschriften, d. h. Rundsteuerempfänger zum Abregeln oder 70% Lösung bei der Auslegung des Wechselrichters, Ihr Installateuer wird Sie da sicher entsprechend beraten, was für Sie sinnvoller ist. Abrechnungstechnisch muss man dies mit dem Energieversorger klären, die Lösungen die ich kenne waren Dreisätze des Energieversorgers bei der Abrechnung, d. h. man hat den Gesamtertrag genommen und die aus der Ausrichtung und Größe der jeweiligen Felder zu erwartenden Anteile mit den entsprechenden Vergütungssätzen belegt. Wenn die Dachflächen gleich ausgerichtet und geneigt sind ist dies einfach, nur bei unterschiedlicher Ausrichtung oder Verschattung muss man das im Detail mit dem Versorger besprechen oder ihm vorrechnen. Was schwieriger sein wird, ist den Eigenanteil, der ja im letzten Jahr vergütet wurde und nun vergütungsfrei ist, zu bewerten. Dafür haben Sie ja wahrscheinlich einen separaten Generatorzähler erhalten und den vorhandenen Zähler gegen einen Zweirichtungszähler getauscht. Der Energieversorger sollte nun bei einer Erweiterung den Eigenanteil ebenfalls im Dreisatz ermitteln und einen Teil vergüten, den anderen nicht. Da Sie aber sicherlich auch den Strom der neuen Anlage selber verbrauchen wollen, soweit möglich, sehe ich keine andere Variante, da ja alles über einen Zähler laufen muss, nämlich Ihren Bezugszähler. Das Problem wird sein, dass der Eigenanteil durch die neue Anlage bei niedrigem Verbrauch nicht merklich steigen wird. Die neue Anlage wird also Ihren Eigenverbrauch nur gering verbessern und stellen sich somit bei einem Dreisatz schlechter. Sie erhalten für den Eigenverbrauch entsprechend, je nach vorhandenem Gesamtverbrauch dann eventuell weniger vergütet. Das hängt aber von verschiedensten Faktoren ab, wie z. B. Ausrichtung der Flächen und wann der Eigenverbrauch stattfindet. Einfacher wäre es wenn Sie die neue Anlage einem anderen Nutzer zuordnen könnten. Komplizierter wird es wenn Sie noch einen Batteriespeicher dazwischen schalten......also ich würde so einen Sachverhalt immer direkt im Vorfeld mit dem Netzbetreiber besprechen, um nicht nachher bei der Abrechnung die grosse Überraschung zu erleben. Eventuell kann Ihr spezieller Versorger eine zusätzliche Zählerlösung fordern. Sonnige Grüsse Erik Liebert

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