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Baut VW nur Öko-Autos?

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Eingestellt 22, Sep 2015 in Elektroauto, E-mobility von Franz Alt (1,830 Punkte)

Der frühere VW-Chef Ferdinand Piech hat vor über 20 Jahren versprochen: „Wir bauen das Ein-Liter-Auto“. Dieses Auto wurde tatsächlich gebaut. Aber wo fährt das Öko-Wunderwerk? Es steht im Volkswagen-Museum in Wolfsburg, einsam und verlassen, aber ist nirgendwo auf den Straßen zu sehen.

Danach die nächste Öko-Ankündigung: „Wir bauen das Drei-Liter-Auto, den Lupo“. Auch dessen Bau wurde bald wieder eingestellt. Die Begründung: Die Leute kaufen es nicht. Später musste die VW-Pressestelle bestätigen, dass der Lupo kaum beworben wurde. Er war nicht wirklich gewollt. Produziert wurden aber immer größere Benzinfresser beim sogenannten Konzern des Volkes.

Um das Öko-Image dennoch aufrechtzuerhalten, musste eine Software in die Diesel-Autos eingebaut werden, mit deren Hilfe die Abgaswerte schamlos manipuliert werden konnten. Aufgedeckt hat den neuesten VW-Skandal in den USA ausgerechnet ein Mann mit dem Namen „German“, John German. Er sagt: „Es war schockierend“. Schließlich ist der bisherige VW-Chef Winterkorn der höchst bezahlte deutsche Manager. Wofür eigentlich?

Die alles entscheidende Frage ist jetzt nur noch: Hat Europas größter Autobauer nur in den USA getrickst oder überall? Und: Hat nur VW getäuscht oder alle? Der Skandal kann schnell auf die gesamte deutsche Autowirtschaft überschwappen oder gar auf die weltweite.

Sicher ist schon jetzt, dass bisher nur ein  kleiner Teil des Betrugs zum Vorschein kam. Am Montag war von einer halben Million VW-Diesel in den USA die Rede. Am heutigen Dienstag bestätigt VW, dass in elf Millionen ihrer Autos die entsprechende Software zum Manipulieren eingebaut war. Was kommt morgen, übermorgen, in der nächsten Woche und im nächsten Monat zum Vorschein?

Noch vor kurzem prahlten die Wolfsburger: „Spätestens 2018 sind wir die größten Autobauer der Welt.“ Daraus wird wohl nichts. Unklar ist, ob es VW bis dahin in der heutigen Form  überhaupt noch geben wird. Größenwahn kommt vor dem Fall. Das ist so und das wird so bleiben. Die französische und die italienische Regierung fordern bereits europaweite Untersuchungen aller VW-Diesel-Fahrzeuge.

Bislang galt Deutschland als Öko-Weltmeister. Werden wir jetzt Betrugs-Weltmeister? Ob die elf Millionen VW-Diesel jetzt noch die grüne Umweltplakette behalten? Aber klar doch: VW baut nur Öko-Autos.

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Kommentiert 6, Okt 2015 von Erik Liebert (454 Punkte)
Etwas verblüffend ist das Ganze schon:
Ein Auto, welches die Abgaswerte im Betrieb einhält, verbraucht deutlich mehr und ist "leistungsärmer". Also schaltet man die Regelungen ab und hat damit ein sparsames und spritziges Auto....  .

Und wenn es der Hersteller denn nun nicht selber mit der Software macht, dann macht
es nachher der Chiptuner......

Auch ich habe hier den Verdacht, dass die Problematik alle Hersteller betrifft, grade da man sich ja aus "Effizienzgründen" auf Commonrailtechnik eingeschworen hat und dies bei den aufgeladenen Motoren einfach systembedingt ist. Da sollen schon noch einige andere nachrollen....

Aber wieso nur auf VW rumhacken, wenn das Problem eigentlich auch in der Hauptsache durch den Lösungsansatz "klimaschädliche PKW Emmisionen minimieren mit althergebrachter fossiler Technik bei höherer Leistung, höherem Leistungsgewicht "SUV sei Dank" " politisch vorgegeben wird statt endlich die elektrische Mobilität und sinnvolle "Fortbewegungsmittelgrößendimensionen" ( muss es ein SUV sein oder reicht ein Twizzy) zu fördern?

Und die Politik freut sich über die sprudelnden Steuereinnahmen "Automobilindustrie sein Dank", also wieso zu viele Gedanken einbringen und Fragen stellen?

Ich möchte einladen, dieses Thema einfach einmal in Zusammenhang mit unserer Solarproblematik und dem Markteinbruch zu betrachten:

Erlauben wir uns, die Aussage, dass viele "erfolgreiche" Technologien eigentlich durch die Förderung erst erfolgreich werden", denn auch die Euro 5 Klassifizierung der Automobilbranche ist eine Förderung, als gegeben zu betrachten, so müssen wir erkennen, dass das Ganze ein politisches oder auch lobbyistisches Problem ist und wir unser Problem in der VW Problematik wiederfinden:

In unserem System ist eine Förderung erfolgreicher Technologie anscheinend zumeist systembedingt erforderlich ( diese holt sich der Staat ja eh über Steuern zurück, weil er sonst gar nicht exisieren kann). Nur wird diese Förderung leider ohne jegliches Gewissen dem, der am meisten bietet, zugeteilt ( hier der Automobilindustrie). Aber wenn es denn nun einmal zum grossen Knall kommt ( und VW möchte ich nun nicht als den ganz grossen Knall bezeichnen), dann werden schnell ein paar Schuldige gesucht und es rollen ein paar Köpfe, aber damit ist dann auch keinem wirklich geholfen. Der Umwelt am wenigsten.

Lasst uns doch endlich auf die Erneuerbaren konzentrieren und aus diesem "Skandal" lernen, da kann es zu keinem Bumerang kommen. Das ist die grosse Botschaft aus diesem Disaster an alle, kein böser Winterkorn muss gehen sondern ein politischer Sommersturm muss kommen.

Ich würde mich freuen wenn die Politik und der mündige Bürger dies hier einfach mal erkennt, sonst werden wir uns noch zig Mal an scheinbaren "Skandalen" hochziehen, die eigentlich gar keine wirklichen sind weil wir einfach nur aktuell auf dem falschen Weg sind.

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