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Stromversorgung bei Kältewelle

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Eingestellt 16, Feb 2012 in Energiewende von Anonym

Jetzt heisst es durch die Kältewelle wird in Deutschland der Strom knapp, stimmt das?

Offensichtlich wirkt sich das Abschalten der AKW´s nun negativ aus, da bei dieser Kälte offensichtlich nicht ausreichend Strom verhanden ist. Dabei habe ich woanders gelesen, dass Deutschland sogar Strom nach Frankreich exportiert, da das Atomland nicht genügend hat. Was stimmt denn nun?

   

2 Antworten

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Beantwortet 18, Feb 2012 von Werner Schersach (12 Punkte)

Auf die Gefahr hin mich wie Norbert Blüm anzuhören " Die Stromversorgung ist sicher.". Die Außentemperatur ist für die Stromerzeugung eher nebensächlich, ebenso wie der Atomausstieg. Von größerer Bedeutung ist eine Nebenerscheinung der Wetterlage, nämlich der Schnee oder die Vereisung der Leitungssysteme. Hier kann es, unabhängig von der Erzeugungstechnik (nuklear, fossil, erneuerbar) regional zu Problemen kommen, wenn Strommasten unter der Eis- oder Schneelast zusammenbrechen. Diese Probleme hat und hatte man aber stets zuverlässig im Griff. Stromknappheit oder Versorgungsausfälle werden gerne von Gegnern des Atomausstieges als Bangemacherei genutzt um ihre Kernkraftwerke noch ein Weilchen hochprofitabel betreiben zu können. Es ist mithin die Sorge um den eigenen Profit und nicht die Sorge um Ihre Versorgungssicherheit die derlei "Informationen" hervorbringt. 

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Beantwortet 18, Feb 2012 von Leonhard Haaf (82 Punkte)

Das Problem liegt in der Stabilisierung des Netzes bei fluktuierenden Einspeisern. Stromkapazitäten sind in Deutschland reichlich vorhanden. Auch in der sibirischen Kälte der vergangenen Wochen - jetzt ist das ja zum Glück wieder vorbei - gab es keine Engpässe, sondern Deutschland war auch jetzt in der Bilanz Stromexporteur (die Franzosen waren froh darüber). Wie gefährlich es war, als die Händler an/mit der Strombörse gezockt haben, kann ich nicht beurteilen und ist dem System der Stromerzeugung und dem Netzzustand nicht anzulasten. Das Netz war bei diesen Extrembedingungen stabil und es straft alle Lügen, die unter diesen Bedingungen ein Zusammenbrechen propagandistisch vorausgesagt haben. Wind und Sonne haben sich mit den anderen Erneuerbaren und den atomar-fossilen Energien gut ergänzt. Es gibt jetzt auch konkrete Überlegungen, im Falle von sich abzeichnenden Engpässen (z. B. bei der nächsten sibirischen Kälte mit Windflaute und viel Schnee auf den Dächern) einige Großabnehmer kurzfristig gegen Entgelt vom Netz zu nehmen. Also für diese Dinge ist gesorgt und in einigen Jahren ist das Netz mit weiteren dezentralen Stromerzeugern noch größer und robuster.  Wenn wir es endlich schaffen, die Energieeffizienz voranzubringen und Strom zu sparen, dann können wir uns noch viel stärker gegen solche Situationen wappnen. Also kein Anlass zur Sorge, aber verbessern lässt sich das schon noch.

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