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Solarthermie und Stromerzeugung

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Eingestellt 30, Aug 2011 in Solare Wärme, Heizen von Anonym

Sinnvolle Nutzung der sommerlichen Überproduktion bei Solarthermie?

Anlage: 20 m² Flachkollektor, Südausrichtung, Dachneigung 40°, 1000 L Puffer, 750 L Warmwasser

   

1 Antwort

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Beantwortet 29, Feb 2012 von Axel Horn (448 Punkte)

Grundsätzlich wäre es natürlich wünschenswert, auch die letzte Kilowattstunde im Hochsommer noch effizient nützen zu können. Und natürlich wäre es besonders elegant, die überschüssige Wärme über einen leisen Stirling-Motor in Strom umzuwandeln. Nun liegt aber der maximale theoretische (praktisch nie erreichbare) Wirkungsgrad unter 17%, wenn nur 90°C (heißer Pufferspeicher) zur Verfügung stehen und die Abwärme bei 30°C abgeführt wird. Daraus ist ersichtlich, dass die Maschine nicht viel Strom produzieren würde, weil die Überschüsse nur kurzfristig entstehen und das meiste ohnehin als Wärme in die Umgebung abgegeben wird. Wichtig bei der Sonnenkollektoranlage mit 20 m² und insgesamt 1750 Litern Speichervolumen ist ein gutes Temperaturmanagement, so dass weder die Speicher noch der Kollektor überhitzen. Das verlängert die Lebensdauer der Solaranlage und spart letztlich viel Heizöl, Gas oder Holz.  Diese dank Solarthermie nicht verbrauchten Brennstoffe stehen immer dann zur Verfügung, wenn Photovoltaik oder andere EE Kraftwerke gerade schwächeln. Blockheizkraftwerke (BHKW) sind gut regelbar und können die Stromlücke wirkungsvoll schließen. Der elektrische Wirkungsgrad von BHKWs ist immerhin bei 33% und die Abwärme kann zum Heizen genutzt werden. Auch Betriebsdauer eines solchen BHKW muss aber bei wenigstens 5.000 Stunden pro Jahr liegen, damit die Investition wirtschaftlich ist. Eine Liste von BHKW auf Basis der Stirling-Technik findet sich hier: http://www.stirlingmotor.com/leistungsmot.html  (keine Gewähr hinsichtlich der dort vermittelten Informationen)

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