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Pleitewelle in der deutschen Solarindustrie

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Eingestellt 25, Jul 2012 in Energiewende von Anonym

Was steckt hinter der Pleitewelle der deutschen Solarindustrie und was könnte man dagegen tun?

Ich schreibe an einer wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema "Pleitewelle in der deut. Solarindustrie". Ich studiere BWL und das ist eine Hausarbeit im Modul VWL. Vielleicht kann sich hier der ein oder andere Experte der Branche zu meiner Fragestellung äußern.

   

1 Antwort

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Beantwortet 2, Aug 2012 von Leonhard Haaf (82 Punkte)

Mehrere Faktoren kommen meiner Meinung zusammen: Die von Schwarz-Gelb ausgelösten massiven und überstürzten Degressionen bei der Solarstromvergütung gemäß EEG zwingen die Hersteller, ihre Module zum Teil ohne Firmengewinne abzugeben. Auch in anderen Ländern hat die Politik wegen des Erfolges der Photovoltaik-Industrie kalte Füße bekommen und die Solarvergütungen gekappt. Letztendlich handelt es sich hier um den Kampf zweier Welten: Zentrale Energiewirtschaft gegen dezentrale Energieerzeugung. Die alte zentrale Energiewirtschaft versucht mit allen Mitteln, den unausweichlichen Übergang zur Dezentralität zu verzögern. Die Globalisierung fordert außerdem ihren Preis, es können nur Firmen mithalten, die solide gewirtschaftet haben und leichten Zugang zu öffentlichen Krediten haben. Die staatlichen Subventionen fließen in anderen Ländern, z. B. in China, üppiger als in Deutschland und man bekommt dort leichter Kredite. Hausgemachte Faktoren kommen hinzu: Man hat in den Zeiten des Booms versäumt Rücklagen aufzubauen und die Situation hat sich gewandelt vom Verkäufer- zum Käufermarkt. Der Kunde ist jetzt König und kann sich die günstigsten Module aussuchen.

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