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<title>Top50-Solar Experts - Neue Beiträge mit eeg-paradoxon-Tag</title>
<link>//www.top50-solar.de/experten-forum-energiewende/tag/eeg-paradoxon</link>
<description>RSS-Feed von Top50-Solar Experts</description>
<item>
<title>Vom Hoffnungsträger zum Sündenbock</title>
<link>//www.top50-solar.de/experten-forum-energiewende/4542/vom-hoffnungstr%C3%A4ger-zum-s%C3%BCndenbock</link>
<description>


&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Teil 1: Die Geschichte einer Inszenierung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;
	Jeder, der schon l&amp;auml;ngere Zeit in der PV-Branche ist, erinnert sich. Wurde man Mitte 2000 gefragt, was man beruflich macht, kam als Antwort &amp;bdquo;Super, das ist die Zukunft&amp;ldquo;. Die Stimmung war von Begeisterung gepr&amp;auml;gt und Aufbruch. Photovoltaik verk&amp;ouml;rperte das Mitmachprinzip. Bis Ende 2009 unterst&amp;uuml;tzten 95% der Bev&amp;ouml;lkerung einen verst&amp;auml;rkten Ausbau der Erneuerbaren Energien und bis zu 85% die F&amp;ouml;rderung &amp;uuml;ber das EEG. Die EEG-Umlage, die zugleich eine Art Indikator f&amp;uuml;r die Akzeptanz der dezentralen Energiewende darstellt, betrug etwas &amp;uuml;ber einen Cent/kWh, bzw. entsprach einer Ma&amp;szlig; Bier im Monat.&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;
	2014: Die Dauerschlagzeilen der Zeitungen lauten seit geraumer Zeit: &amp;bdquo;Die Energiewende mittels EEG ist unbezahlbar&amp;ldquo;, &amp;bdquo;&amp;Uuml;berh&amp;ouml;hte Subventionen an PV- und Wind-Abzocker lassen Strompreise explodieren zu Lasten des Geringverdieners&amp;ldquo;, &amp;bdquo;Das EEG muss abgeschafft werden&amp;ldquo; oder auch &amp;bdquo;Eigenverbrauch ist unsolidarisch&amp;ldquo;. In B&amp;auml;ckereien liegen gar Unterschriftenlisten aus, die eine Abschaffung der EEG-Umlage fordern.&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;
	Auf Familienfesten, Vereinssitzungen oder langen Zugfahrten kann man sich l&amp;auml;ngeren Diskussionen sicher sein, sobald man seinen Beruf nennt. Die EEG-Umlage betr&amp;auml;gt 6,24 Cent/kWh, bzw. 218 Euro Mehrbelastung im Jahr f&amp;uuml;r einen Durchschnittshaushalt.&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;
	Der S&amp;uuml;ndenbock scheint schnell gefunden. &amp;Uuml;bersubventionierte Solar-Wind- und Biogasanlagenbetreiber! Doch so einfach ist es nicht. Auch wenn es als Dauermantra ununterbrochen verbreitet wird: Es stimmt nicht, wie nachfolgend belegt. Mehr noch: Diese Diskussion ist herbeigef&amp;uuml;hrt.
&lt;br&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;http://www.baeckerhandwerk.de/betrieb-wirtschaft/petition/&quot; rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://experts.top50-solar.de/?qa=blob&amp;amp;qa_blobid=18117102867367197736&quot; style=&quot;width: 600px; height: 472px;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Wandel der Energiedebatte&lt;/strong&gt;
&lt;br&gt;
	2008/2009 h&amp;auml;uften sich erstaunlicherweise trotz eindeutig g&amp;uuml;ltigen, bestehenden Atomausstiegsvertrages folgende Zeitungsmeldungen, &amp;nbsp;Studien und Expertenmeinungen: &amp;bdquo;Ohne Kernenergie kein Klimaschutz!&amp;ldquo;, &amp;bdquo;Ohne Kernenergie keine Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit der Strompreise&amp;ldquo;, sowie &amp;bdquo;Kernenergie ist die unverzichtbare Br&amp;uuml;ckentechnologie f&amp;uuml;r den Einstieg in das Erneuerbare Energien Zeitalter&amp;ldquo;. Der weitere Verlauf ist bekannt. Die Debatte verst&amp;auml;rkte sich und gipfelte August 2010 in einer fl&amp;auml;chendeckenden, ganzseitigen pro-Atom Anzeigenkampagne von 40 Managern. Der Parlamentsbeschluss zur Laufzeitverl&amp;auml;ngerung - ein Milliardengeschenk an die Atomwirtschaft - folgte bereits im Oktober 2010. Er best&amp;uuml;nde immer noch, wenn nicht Fukushima und eine aufgebrachte Bev&amp;ouml;lkerung dazwischen gekommen w&amp;auml;re.
&lt;br&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;
	&lt;strong&gt;Der EEG-Coup hinter den Kulissen: Wie mache ich aus einer M&amp;uuml;cke einen Elefanten?&lt;/strong&gt;
&lt;br&gt;
	Gleichzeitig gab es zur Berechnung der EEG-Umlage eine entscheidende &amp;Auml;nderung, die - von der &amp;Ouml;ffentlichkeit unbemerkt &amp;ndash; beschlossen und umgesetzt wurde.
&lt;br&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;


&lt;div&gt;
	Bis 2009 verkaufte jeder Stromlieferant - vom gro&amp;szlig;en Versorger bis zum kleinen kommunalen Stadtwerk - eine definierte EEG-Strommenge in seinem jeweiligen Strom-Portfolio zu regul&amp;auml;rem Endkundenpreis einfach mit.
&lt;br&gt;
	Die regional unterschiedlich auftretenden EEG-Strommengen der Einspeiser wurden hochgew&amp;auml;lzt an die &amp;Uuml;bertragungsnetzbetreiber &amp;Uuml;NB (EVU -&amp;gt; VNB -&amp;gt; &amp;Uuml;NB), dort gesammelt und wieder gleichm&amp;auml;&amp;szlig;ig an alle EVUs zur&amp;uuml;ck aufgeteilt. Die Stromlieferanten erhielten den EEG-Strom von den &amp;Uuml;NB in Form eines Grundlastbandes mit einer monatlich neu festgesetzten Quote und bezahlten pro Kilowattstunde daf&amp;uuml;r die EEG-Durchschnittsverg&amp;uuml;tung, die ebenfalls regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig definiert wurde und durch die auch die regional unterschiedlichen EEG-Verg&amp;uuml;tungskosten ausgeglichen wurden. Die verbleibenden Mehrkosten der EEG-Durchschnittsverg&amp;uuml;tung zu den EVU-spezifischen durchschnittlichen Strombeschaffungskosten&amp;nbsp;wurden prozentual anhand der EEG-Quote als EEG-Umlage auf die Stromverbraucher umgelegt.&lt;/div&gt;


&lt;div&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/div&gt;


&lt;div&gt;
	Differenzkosten = EEG-Durchschnittsverg&amp;uuml;tung &amp;ndash; durchschnittliche Strombezugskosten&lt;/div&gt;


&lt;div&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/div&gt;


&lt;div&gt;
	EEG-Umlage = Differenzkosten * EEG-Quote&lt;/div&gt;


&lt;div&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/div&gt;


&lt;div&gt;
	
&lt;br&gt;
	Von der EEG-Umlage ausgenommen waren nur wenige energieintensive Betriebe. Die Entwicklung der EEG-Umlage entsprach in ihrem Verlauf bis 2009 der Entwicklung der tats&amp;auml;chlichen EEG-Kosten und stieg nur moderat gem&amp;auml;&amp;szlig; des Zubaus.
&lt;br&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/div&gt;


&lt;div&gt;
	
&lt;br&gt;
	Die beiden Lobbyverb&amp;auml;nde BDEW (s.&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;http://treffpunkt-netze.de/documents/F5_Hille.pdf&quot; rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Seite 12&lt;/a&gt;) und &lt;a href=&quot;http://www.neue-energieanbieter.de/fr/system/files/20080226_bne_eeg_synopse.pdf&quot; rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BNE&lt;/a&gt; setzten sich bereits l&amp;auml;nger vehement f&amp;uuml;r eine &quot;Reform des Ausgleichmechanismus&amp;ldquo; ein und forcierten dies. Durch eine &lt;a href=&quot;http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/121/1612160.pdf&quot; rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;kleine Anfrage&lt;/a&gt; der damals oppositionellen FDP an die Bundesregierung zur &quot;Novellierung des EEG-W&amp;auml;lzungsmechanismus&amp;ldquo; kam das Thema im M&amp;auml;rz 2009 auf die parlamentarische Agenda. &lt;a href=&quot;http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/131/1613188.pdf&quot; rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Bereits&amp;nbsp;Im Mai 2009&lt;/a&gt; stellte die damalige Bundesregierung - unter Federf&amp;uuml;hrung des damaligen Umweltministers SIGMAR GABRIEL - ihren Entwurf zur &quot;Verordnung zur Weiterentwicklung des bundesweiten Ausgleichsmechanismus des EEG&quot; vor. Am &lt;a href=&quot;http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/16/16230.pdf&quot; rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;2. Juli 2009&lt;/a&gt;, wenige Tage vor der Sommerpause stimmte auch der Bundestag dem Verordnungsentwurf zu. Eine Diskussion fand nicht statt. Die Beschlussempfehlung des Umweltausschusses wurde vom Parlament mit der Mehrheit der gro&amp;szlig;en Koalition, sowie den Stimmen der oppositionellen FDP im Schnellverfahren abgenickt.&lt;/div&gt;


&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;
	Die Folgen dieses Beschlusses waren fatal f&amp;uuml;r die Verbraucher, wurden aber in der &amp;Ouml;ffentlichkeit bis zum heutigen Tag &amp;uuml;berhaupt nicht wahrgenommen oder diskutiert. Selbst die existentiell betroffene EE-Branche reagierte nicht. Lediglich Professor Dr. Lorenz Jarras &lt;a href=&quot;http://www.jarass.com/home/index.php/DE/energie/aufsaetze/382-neuer-eeg-ausgleichsmechanismus-kann-den-ausbau-der-erneuerbaren-energien-gefaehrden&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;warnte&lt;/a&gt; in der Fachzeitschrift &quot;Energiewirtschaftliche Tagesfragen&quot; bereits 2009 vor einer stark steigenden EEG-Umlage: &amp;bdquo;Neuer EEG-Ausgleichsmechanismus kann den Ausbau der Erneuerbaren Energien gef&amp;auml;hrden!&amp;ldquo;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;
	Wie recht er behielt, zeigt die nachfolgende Grafik. Die Entwicklung der reinen F&amp;ouml;rderkosten der Anlagenbetreiber, die den &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; href=&quot;http://www.netztransparenz.de/de/EEG_Jahresabrechnungen.htm&quot;&gt;Originalzahlen der &amp;Uuml;NB&lt;/a&gt; anhand des im Netz ver&amp;ouml;ffentlichten EEG-Kontos entnommen werden k&amp;ouml;nnen, wurde vollst&amp;auml;ndig entkoppelt von der Entwicklung der EEG-Umlage. Konkret hat sich die EEG-Umlage seit Beschluss der neuen Berechnungsmethode ab 2009 verf&amp;uuml;nffacht, w&amp;auml;hrend sich die umlagefinanzierten, reinen F&amp;ouml;rderkosten der Anlagenbetreiber im gleichen Zeitraum trotz zeitweise starken Solarbooms nicht einmal verdoppelt haben (Hinweis: die Grafik ist von 02/2014, die Zahlen f&amp;uuml;r 2013 waren zu diesem Zeitpunkt noch &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; href=&quot;http://www.netztransparenz.de/de/file/2014-01-07_EEG-Konto_finanzieller-HoBA_2013_Dezember_gesamt.pdf&quot;&gt;vorl&amp;auml;ufig&lt;/a&gt;, die endg&amp;uuml;ltigen Zahlen wurden erst Ende Juli 2014 ver&amp;ouml;ffentlicht).&lt;/p&gt;


&lt;div&gt;
	&lt;a href=&quot;http://energiewende-ruesselsheim.de/wp-content/uploads/2014/03/Auszahlung-versus-EEG-Umlage-Grafik-Eva.jpg&quot; rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://experts.top50-solar.de/?qa=blob&amp;amp;qa_blobid=15863476332174196742&quot; style=&quot;width: 600px; height: 396px;&quot;&gt;&lt;/a&gt;
&lt;br&gt;
	

&lt;div id=&quot;edn1&quot;&gt;
		

&lt;p&gt;
			
&lt;br&gt;
			&lt;strong&gt;Welche &amp;Auml;nderung brachte die neue Verordnung mit sich?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			Der eingespeiste EEG-Strom der Anlagenbetreiber muss seit 01.01.2010 verpflichtend durch die vier &amp;Uuml;bertragungsnetzbetreiber (&amp;Uuml;NB) am Spotmarkt EPEX der Stromb&amp;ouml;rse vermarktet werden. Hier steckt der Systemfehler: Die Stromb&amp;ouml;rse der konventionellen Energiewirtschaft orientiert sich an Brennstoff- und CO&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;-Kosten. Erneuerbare Energien sind dort jedoch wertlos, denn sie haben naturgem&amp;auml;&amp;szlig; weder Brennstoff-, noch CO&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;-Kosten. Dadurch, dass zudem der gesamte EEG-Strom (inkl. Altanlagen) gem&amp;auml;&amp;szlig; der neuen Verordnung vollst&amp;auml;ndig &amp;uuml;ber den Spotmarkt vermarktet werden muss, w&amp;auml;hrend konventionell erzeugter Strom weiterhin &amp;uuml;berwiegend am Terminmarkt gehandelt wird, &amp;uuml;berwiegt der Einfluss des &amp;Ouml;kostroms stark. Der sich bildende B&amp;ouml;rsenpreis (Schnittpunkt Angebot und Nachfrage) wird entsprechend niedrig und sinkt zudem kontinuierlich mit jeder weiteren neu zugebauten Erneuerbaren Energie Anlage (Merit Order Effekt).&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			Die EEG-Umlage berechnet sich aus der Differenz des Ausgabenblocks im EEG-Konto (Verg&amp;uuml;tungsauszahlungen, Marktpr&amp;auml;mie, sowie weiterer Nebenkosten wie Zinsen, Prognosekosten, B&amp;ouml;rsenkosten etc.) minus des Einnahmenblocks im EEG-Konto durch die Einnahmen der &amp;Uuml;NB am Spotmarkt der Stromb&amp;ouml;rse. Was die neue Verordnung letztendlich bewirkte, ist, dass die Erneuerbaren Energien per Dekret zum 01.01.2010 schlagartig entwertet wurden. Wenn der Einnahmenblock klein ist, steigt automatisch das Ergebnis der Differenz und somit die EEG-Umlage. Durch den Merit-Order-Effekt wird der Einnahmenblock kontinuierlich mit jeder neu zugebauten Anlage noch kleiner. Die EEG-Umlage rast gegen den Himmel, selbst wenn der Ausgabenblock (die F&amp;ouml;rderkosten der Anlagenbetreiber) unver&amp;auml;ndert bleibt. Die massive Ausweitung der Industrieprivilegien (BesAR) verst&amp;auml;rkte diese Entwicklung zus&amp;auml;tzlich.&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			Nicht eine angeblich ma&amp;szlig;lose &amp;Uuml;bersubventionierung der Anlagenbetreiber (= Ausgabenblock), wie t&amp;auml;glich in Print, Fernsehen, Radio zu h&amp;ouml;ren ist, l&amp;auml;sst die EEG-Umlage so stark steigen, sondern vor allem ein politisch beschlossener Systemfehler. Erneuerbaren Energien wurde ein System &amp;uuml;bergest&amp;uuml;lpt, das auf konventionelle Energietr&amp;auml;ger ausgerichtet ist, an denen Erneuerbare Energien (keine Brennstoff, keine CO&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;-Kosten) per se wertlos sind und verramscht werden m&amp;uuml;ssen. Die entstehende gro&amp;szlig;e Deckungsl&amp;uuml;cke aufgrund eines Refinanzierungsinstruments, das von vorne herein nicht funktionieren kann, wird durch den Merit-Order-Effekt immer gr&amp;ouml;&amp;szlig;er und muss gem&amp;auml;&amp;szlig; neuem Ausgleichsmechanismus vom Verbraucher in Form der EEG-Umlage ausgeglichen werden. Die EEG-Umlage - zugleich ein Indikator der Akzeptanz f&amp;uuml;r eine Energiewende in B&amp;uuml;rgerhand - explodiert.&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			&lt;strong&gt;Startschuss des Photovoltaik-Bashings 2010&lt;/strong&gt;
&lt;br&gt;
			Der starke Anstieg der EEG-Umlage um 70 Prozent wurde Oktober 2010 in den Medien beinahe durchg&amp;auml;ngig allein als Folge von &amp;uuml;berh&amp;ouml;hten Einspeiseverg&amp;uuml;tungen und Steigerungen der Auszahlungen an die Betreiber &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/preiserhoehungen-stromkunden-muessen-mit-drastischen-aufschlaegen-rechnen-a-723136.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;dargestellt&lt;/a&gt;. Es fehlte offensichtlich an Durchblick oder auch der Bereitschaft, die Faktoren zu untersuchen, die tats&amp;auml;chlich den pl&amp;ouml;tzlichen Anstieg der EEG-Umlage verursacht hatten und sie in den folgenden Jahren noch h&amp;ouml;her treiben w&amp;uuml;rden. Nur vereinzelt war die &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/kritik-an-energieriesen-bundesnetzagentur-zerpflueckt-strompreisformel-a-731668.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Pressemeldung von Matthias Kurth&lt;/a&gt;, dem damaligen Pr&amp;auml;sident der Bundesnetzagentur zu lesen: Der pl&amp;ouml;tzliche, starke EEG-Umlagen-Anstieg h&amp;auml;tte nichts mit &amp;uuml;berh&amp;ouml;hten Verg&amp;uuml;tungsauszahlungen zu tun. Die EEG-Umlage k&amp;ouml;nnte sogar aufgrund gefallener Gro&amp;szlig;handelspreise abgesenkt werden. Leider verstimmte auch diese einsame Stimme in der Presselandschaft wieder, als Matthias Kurth ab M&amp;auml;rz 2012 nach Wunsch des FDP Wirtschaftsministers durch Herrn Homann ersetzt wurde. Homann war unter den&amp;nbsp;FDP-Ministern&amp;nbsp;Martin Bangemann&amp;nbsp;und&amp;nbsp;Helmut Haussmann&amp;nbsp;von 1987 bis 1990 bereits als&amp;nbsp;Redenschreiber&amp;nbsp;t&amp;auml;tig.&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			&lt;strong&gt;Pers&amp;ouml;nliche Erkenntnis&lt;/strong&gt;
&lt;br&gt;
			In den Berichterstattungen zur EEG-Umlage fiel das gro&amp;szlig;e Ungleichgewicht auf und es wunderte einen, dass es nicht einen Artikel gab, der die neue Verordnung und Berechnungsmethode der EEG-Umlage erl&amp;auml;uterte. Von dieser folgenreichen &amp;Auml;nderung informiert, der Hinweis kam im Fr&amp;uuml;hjahr 2010 von einem Energiefachmann, begann ich mich n&amp;auml;her damit zu besch&amp;auml;ftigen. Durch paralleles Vergleichen der Originalzahlen der &amp;Uuml;bertragungsnetzbetreiber und der Berichterstattungen zum Thema EEG unter Ber&amp;uuml;cksichtigung von Berichten und Studien, auf die verwiesen wurde fiel auf, dass die Faktenlage regelrecht kontr&amp;auml;r war. Offensichtlich waren die &amp;nbsp;Berichterstattungen schlecht recherchiert, unvollst&amp;auml;ndig wie auch auffallend einseitig.&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			Gleichzeitig fiel auf, dass andere langanhaltende Schlagzeilen wie Sarrazin, Massenpanik Loveparade, EHEC, Wulff, Gauck &amp;hellip; alle jeweils nur eine begrenzte Lebensdauer hatten, egal wie lang sie vorher thematisiert wurden.&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			Eine Schlagzeile scheint nach wie vor aber nie zu enden. Sie wurde seit 2010 zum Dauerbrenner und riss bis heute nicht ab (abgesehen von einer kurzen Pause nach Fukushima): &amp;bdquo;&amp;Uuml;bersubventionierung von Solar- und Windanlagen l&amp;auml;sst Strompreise explodieren zu Lasten des Geringverdieners. EEG-Umlagen-Explosion erfordert EEG-Reform&amp;ldquo;&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			Warum war in s&amp;auml;mtlichen Zeitungen, Talkshows oder Parlamentsdebatten bei dem Stichwort Energiearmut stets vom Strompreis die Rede, &amp;nbsp;obwohl die Erdgaspreise und erst recht die Heiz&amp;ouml;lpreise, seit 1998 unvergleichlich st&amp;auml;rker gestiegen waren und warum gab es zu Erdgas- und Heiz&amp;ouml;lpreisen keine Dauerschlagzeilen?&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://experts.top50-solar.de/?qa=blob&amp;amp;qa_blobid=11036533165053325166&quot; style=&quot;width: 600px; height: 339px;&quot;&gt;&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			&lt;strong&gt;Die Methodik naturwissenschaftlichen Arbeitens&lt;/strong&gt;
&lt;br&gt;
			Als Ingenieurin und Energiewirtin ist mir die Methodik naturwissenschaftlichen Arbeitens vertraut: Beobachten, Sammeln, Ordnen, Zusammenh&amp;auml;nge erkennen, Recherchieren, Hypothesen aufstellen, Zusammenh&amp;auml;nge verifizieren oder falsifizieren. Mit dieser Herangehensweise bin ich auch an die mir aufgefallene starke Einseitigkeit der Schlagzeilen herangegangen, die nach Vergleich von Zeitungsberichten mit Originalzahlen- und Dokumenten immer offensichtlicher wurde.&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			&lt;strong&gt;Beobachten&lt;/strong&gt; -&amp;gt; negative Schlagzeilen zu PV, Strompreis und EEG rei&amp;szlig;en nicht ab im Gegensatz zu anderen langanhaltenden Schlagzeilen oder Themen in den Medien&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			&lt;strong&gt;Sammeln&lt;/strong&gt; -&amp;gt; kontinuierlich &amp;uuml;ber Monate und Jahre Schlagzeilen zu EEG/PV/Energiewende gesammelt&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			&lt;strong&gt;Ordnen&lt;/strong&gt; -&amp;gt; Schlagzeilen sind sehr einseitig, bzw. unvollst&amp;auml;ndig (AusglMechV fehlt v&amp;ouml;llig)&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			&lt;strong&gt;Zusammenh&amp;auml;nge erkennen, Hypothese&lt;/strong&gt;: Einseitigkeit kein Zufall?&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			&lt;strong&gt;Recherchieren&lt;/strong&gt;: wie kommen Schlagzeilen in die Zeitungen? Hat sich Journalismus ver&amp;auml;ndert? Internetrecherche; Gespr&amp;auml;che mit Journalisten&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			&lt;strong&gt;Zusammenh&amp;auml;nge verifizieren oder falsifizieren&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			
&lt;br&gt;
			&lt;strong&gt;Ergebnis 1:&lt;/strong&gt;
&lt;br&gt;
			Die Zeitungsbranche befindet sich seit der Einf&amp;uuml;hrung des Internets in einer Strukturkrise. Viele Zeitungen sind in &amp;ouml;konomischen Schwierigkeiten. Einsparungen pr&amp;auml;gen die Branche, Auflagen gehen zur&amp;uuml;ck, Pleiten oder &amp;Uuml;bernahmen h&amp;auml;ufen sich.&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			&lt;strong&gt;Ergebnis 2: &lt;/strong&gt;
&lt;br&gt;
			W&amp;auml;hrend in der Zeitungsbranche seit Jahren Arbeitspl&amp;auml;tze verloren gehen, boomt Public Relation. Viele Journalisten haben in die PR-Branche gewechselt. Es gibt neue Berufe der Kommunikation, wie z.B. public-affairs als Dienstleister f&amp;uuml;r Unternehmen oder Verb&amp;auml;nde. So hei&amp;szlig;t es beispielsweise unmissverst&amp;auml;ndlich in einer PR-Imagebrosch&amp;uuml;re einer dieser zahlreichen Agenturen: &quot;Um Deutungshoheit beim Kundenthema zu erreichen, gilt es den Prozess so zu strukturieren, dass ausgesuchte kommunikative Pfl&amp;ouml;cke mit dem richtigen Timing eingeschlagen werden&quot;. In der gleichen Brosch&amp;uuml;re steht erg&amp;auml;nzend zur Beschreibung des Leistungsspektrums: &quot;Studien und Umfragen k&amp;ouml;nnen diese Arbeit unterst&amp;uuml;tzen&quot;&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			&lt;strong&gt;Ergebnis 3: &lt;/strong&gt;
&lt;br&gt;
			Trend: Zeit- und kostenintensiver Recherchejournalismus weicht zugunsten PR-Journalismus
&lt;br&gt;
			&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			&lt;strong&gt;Kernenergiedebatte 2008/2009 war kein Zufall&lt;/strong&gt;
&lt;br&gt;
			Im Zuge weiterer Recherchen stie&amp;szlig; ich auf zwei Originaldokumente von Kommunikationsagenturen, die an die taz und an Greenpeace per Whistleblower zugespielt wurden. Es handelte sich um ein Papier der Agentur DAA im Auftrag des Atomforums, sowie um ein Konzept der Kommunikationsagentur PRGS&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;.&lt;/span&gt;&amp;nbsp;Das Konzept von PRGS war ein Akquisepapier f&amp;uuml;r Eon. Die Inhalte beider Konzepte sind lehrreicher als so manches Politik-Fachbuch und k&amp;ouml;nnen den verlinkten Originaldokumenten am Ende des Artikels entnommen werden.&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			Die 2008/2009 merkw&amp;uuml;rdig erscheinende, pl&amp;ouml;tzlich aufgetretene und fl&amp;auml;chendeckende Debatte in den Medien &amp;bdquo;Kernenergie f&amp;uuml;r Klimaschutz - alternativlose Br&amp;uuml;ckentechnologie f&amp;uuml;r das Erneuerbare Energien Zeitalter&amp;ldquo; war offensichtlich kein Zufall. Das genannte Ziel in den beiden Unterlagen war unmissverst&amp;auml;ndlich: &amp;bdquo;Bis zur Bundestagswahl 2009 Grundstimmung pro Laufzeitverl&amp;auml;ngerung herstellen&amp;ldquo;, bzw. &amp;bdquo;die politische-&amp;ouml;ffentliche Debatte um die Verl&amp;auml;ngerung der Restlaufzeiten deutscher Kernkraftwerke positiv beeinflussen&amp;rdquo;.&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			Die Handlungsempfehlungen, die aus beiden Dokumenten einen Einblick in moderne PR geben, sind beeindruckend und gleichzeitig erschreckend.&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			Das Grundprinzip ist permanente Medienarbeit in Form von &amp;bdquo;verdeckter PR&amp;ldquo; oder &amp;bdquo;leiser PR&amp;ldquo; und Vort&amp;auml;uschen vermeintlicher Neutralit&amp;auml;t mittels einer Vielzahl von Studien, Experten und Veranstaltungen. Der wichtigste Satz des PRGS-Papiers dazu steht auf Seite 93: &lt;em&gt;&amp;ldquo;Politiker bevorzugen wie Journalisten quellenbasiertes Informationsmaterial, das die Neutralit&amp;auml;t der Information suggeriert.&amp;rdquo;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			&lt;strong&gt;Empfohlene Methoden einer professionellen strategischen Kommunikation entlang einer Zeitachse sind:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
		

&lt;ul&gt;
			

&lt;li&gt;
				Kernbotschaften und Argumentationsketten werden unter dem gezielten Einsatz von plakativen Begrifflichkeiten entwickelt und dauerhaft verwendet. So entstand das Wort &amp;bdquo;Br&amp;uuml;ckentechnologie&amp;ldquo;.&lt;/li&gt;
			

&lt;li&gt;
				Ausgew&amp;auml;hlte Journalisten und Medien werden kontinuierlich mit &amp;raquo;bestellten Wahrheiten&amp;laquo; versorgt mittels (wissenschaftlicher) Studien, Meinungsumfragen, Statistiken, sowie von PR-Agenturen geschriebenen Texten, Interviews und Meinungsbeitr&amp;auml;gen.&lt;/li&gt;
			

&lt;li&gt;
				Ausgesuchte Politiker erhalten vorgegebene Argumentationslinien&lt;/li&gt;
			

&lt;li&gt;
				Kooperation mit Veranstaltungsformaten die f&amp;uuml;r eine Kampagne pro Kernkraft genutzt werden k&amp;ouml;nnen (Symposien, Tagungen, Foren)&lt;/li&gt;
			

&lt;li&gt;
				Medien-Kritiker werden mit allen denkbaren Methoden des &amp;bdquo;negative campaignings&amp;ldquo; &amp;uuml;berzogen, diffamiert und disqualifiziert.&lt;/li&gt;
			

&lt;li&gt;
				Blogs, Webseiten und andere Social-Media-Plattformen werden gezielt instrumentalisiert und manipuliert.&lt;/li&gt;
		&lt;/ul&gt;
		

&lt;p&gt;
			Wenn man die Berichterstattungen zur Photovoltaik oder des EEG die letzten Jahre verfolgt, fallen Parallelen auf. Fast w&amp;ouml;chentlich kommen neue Experten hinzu, die bei gleichzeitigem Ignorieren der fatalen Auswirkung der Ausgleichsmechanismusverordnung die Kostenexplosion der EEG-Umlage durch &amp;bdquo;ausufernde Subventionen&amp;ldquo; beklagen und aufgrund dessen eine Reform oder auch komplette Abschaffung des EEGs fordern. Interessanterweise tauchen umso mehr Experten und Stimmen auf und wird die Schlagzeilenflut umso dichter, je n&amp;auml;her ein Termin einer Lesung im Bundestag oder Bundesrat r&amp;uuml;ckt. Mit stets gleichlautenden Begrifflichkeiten und Argumentationslinien.&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			Sicherlich gibt es keine handfesten Beweise. Leider hat mir kein Whistleblower aus einer public-affairs-Agentur, aus inneren Skrupeln heraus ein Anti PV/EEG-Strategie-Kommunikationspapier zugespielt.&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			Einer Naturwissenschaftlerin stellt sich jedoch schlicht die Frage nach Wahrscheinlichkeiten. Belegt ist, dass solche Methoden praktizierte Realit&amp;auml;t sind. Die PR/public-affairs-Branche boomt nicht ohne Grund. Belegt ist auch, dass es f&amp;uuml;r die Laufzeitverl&amp;auml;ngerung solche Papiere gab. Punkt f&amp;uuml;r Punkt aufgeschl&amp;uuml;sselt nach Kommunikationsinstrument, Methodik, Erfolg und Kosten.&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			Wie wahrscheinlich ist es, dass sich die konventionelle Energiewirtschaft zur Durchsetzung eigener Interessen und Abwehr dezentraler Konkurrenz weiterhin von Kommunikationsberatern beraten l&amp;auml;sst? Und dabei auf&amp;nbsp; Handlungsempfehlungen zur&amp;uuml;ckgreift, die bereits bei der Beeinflussung der &amp;ouml;ffentlichen Meinung zum Thema Atomenergie so hervorragend geklappt haben?&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			Wie wahrscheinlich ist es hingegen, dass im Rahmen professioneller Unternehmenskommunikation gro&amp;szlig;er Energieunternehmen ausgerechnet das Thema &amp;bdquo;Abwehr der PV, sowie ein Beenden des EEG&amp;ldquo; ausgeklammert wird?&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			Der damalige RWE-Chef J&amp;uuml;rgen Gro&amp;szlig;mann sagte bereits auf der Bilanzpressekonferenz im M&amp;auml;rz 2012, dass die Photovoltaik das bisherige Gesch&amp;auml;ftsmodell der konventionellen Kraftwerke durch den eingespeisten Strom zur Mittagszeit gef&amp;auml;hrde. Unbestreitbar ist zudem, dass das EEG durch die Stromwirtschaft von Anbeginn mit allen Mitteln bek&amp;auml;mpft wurde. Nicht nur gegen das EEG wurde juristisch vorgegangen, bereits in den 90ern wurde gegen den Vorl&amp;auml;ufer des EEG - das Stromeinspeisegesetz - geklagt. Jeder m&amp;ouml;ge sich selbst die Fragen nach den Wahrscheinlichkeiten beantworten.&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			Ab Herbst 2010 recherchierte ich zu meinem Blogartikel &lt;a href=&quot;http://www.photovoltaikbuero.de/pvBueroBlog/EntryId/126/Journalismus-und-das-EEG&quot; rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&amp;bdquo;Journalismus und das EEG&amp;ldquo;&lt;/a&gt; und ver&amp;ouml;ffentlichte diesen Anfang 2011: &amp;nbsp;Darin f&amp;uuml;hrte ich erstmalig die Auswirkungen der Ausgleichsmechanismusverordnung aus und untersuchte die Rolle der Presse dazu. Anhand vieler Links und Originalbelege analysierte und widerlegte ich Schlagzeile f&amp;uuml;r Schlagzeile der vergangenen gleichf&amp;ouml;rmigen Zeitungsberichte. Gleichzeitig thematisierte ich zum ersten Mal das sogenannte &amp;bdquo;Agenda Setting&amp;ldquo;. Das gezielte Setzen von Themen und Schlagzeilen durch Lobbygruppen, bei dem, wie Claudia Kemfert es in ihrem Buch &amp;bdquo;Kampf um Strom&amp;ldquo; formuliert, das Geld dar&amp;uuml;ber bestimmt, wer am Ende geh&amp;ouml;rt wird.&lt;/p&gt;
		

&lt;h1&gt;
			Die Invasion der Kommentare in unserem Blog&lt;/h1&gt;
		

&lt;p&gt;
			Sehr schnell nach der Ver&amp;ouml;ffentlichung des sehr kritischen Blog-Posts hagelte es Kommentare, die inhaltlich und in ihrer Wortwahl ziemlich genau das wieder gaben, was den Schlagzeilen des medialen Trommelfeuers der letzten Monate gegen die EEG-Umlage, das EEG und die Photovoltaik entsprach. Die sehr schnellen Reaktionen verwunderten uns, da der gleichzeitig mit dem Blog-Post ver&amp;ouml;ffentlichte Zeichentrickfilm hingegen noch keine zwanzig Aufrufe hatte. Mir kam das seltsam vor, da unser Firmenblog sonst nicht in dieser Weise und vor allem nicht so schnell frequentiert war. Welcher normale B&amp;uuml;rger verfolgt unseren kleinen Firmenblog, um sofort mit zum Teil energiewirtschaftlichen Insider-Infos zu kontern? Nach der &amp;Uuml;berpr&amp;uuml;fung der angegebenen mail-Adressen stellte sich folgender Sachverhalt dar (siehe am Ende des &lt;a href=&quot;http://www.photovoltaikbuero.de/pvBueroBlog/EntryId/126/Journalismus-und-das-EEG&quot; rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Artikels&lt;/a&gt; &quot;Nachtrag der Redaktion&quot;): Die angegebenen Mailadressen der gleichf&amp;ouml;rmigen Anti-EEG Kommentare waren bis auf eine allesamt ung&amp;uuml;ltig und auffallend &amp;auml;hnlich mit nur kleinen Abweichungen.&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			Eine reale Mailadresse war allerdings dabei. Zu dieser Person gelang es mir, aufgrund der eindeutigen Mail-Endung und nach kurzer Internet-Recherche telefonisch Kontakt aufzunehmen. Wir telefonierten ca. 30 Minuten. Es war eine &amp;auml;ltere Dame, Leiterin einer katholischen Kita, deren berufliche Mailadresse lediglich ein paar Tage zuvor im Netz ver&amp;ouml;ffentlicht wurde. Die gute Frau hatte noch nie was von EEG, EEG-Umlage, Quotenmodell geh&amp;ouml;rt, konnte mit Photovoltaik nichts anfangen und wusste auch nicht, was ein Blog ist, geschweige denn, wie man Kommentare darunter setzt. Die Arme fiel aus allen Wolken. Ihre berufliche Mailadresse war von einem Fremden missbraucht worden.&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			Nicht nur diese zutiefst erschrockene Frau fiel aus allen Wolken. Ich auch! So begann ich zu untersuchen, ob da Methode dahinter stecken kann. Ich las nochmal gr&amp;uuml;ndlich die Handlungsempfehlungen in den Originaldokumenten der Kommunikationsagenturen. Auf S.&amp;nbsp;92 des PRGS-Konzepts fand ich schlie&amp;szlig;lich folgende Handlungsempfehlung: &lt;em&gt;&amp;ldquo;Beginnend mit einer Bestandsaufnahe relevanter Blogs werden Argumente pro Kernenergie in den Webdiskurs eingespeist. [&amp;hellip;] Entsprechend der Ausrichtung identifizierter Blogs werden die entwickelten Argumente zielgruppenad&amp;auml;quat formuliert.&amp;ldquo;&lt;/em&gt; Die gleiche PR-Agentur gab zudem Anleitungen wie durch &amp;ldquo;Integration von Social-Media in der Kommunikation&amp;rdquo; mit Hilfe von Alert-Diensten, Twitterbeep etc. s&amp;auml;mtliche News, Blogs, Foren im Web, in denen eine ausgew&amp;auml;hlte Marke oder ein ausgew&amp;auml;hlter Schl&amp;uuml;sselbegriff vorkommt, im Auge behalten und unmittelbar reagiert werden kann. Ich war fassungslos und konnte und wollte es kaum glauben.&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			November 2010 war in den Medien erstmals von der Forderung eines Deckels f&amp;uuml;r Photovoltaik zu lesen und Anfang 2011 forderte ein Landes-FDP-Politiker gleich die komplette Abschaffung des EEG.&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			Doch alles &amp;auml;nderte sich im M&amp;auml;rz 2011 mit dem furchtbaren Atomungl&amp;uuml;ck in Japan. In gleich drei Reaktoren des Atom&amp;shy;kraftwerks Fukushima kam es zur Kernschmelze. Die Welt war nicht mehr die Gleiche. Und die deutsche Regierung, die kurz vorher noch die Laufzeitverl&amp;auml;ngerung altersschwacher Alt-AKWs beschlossen hatte, erlebte Massenproteste und gro&amp;szlig;e Emp&amp;ouml;rung.&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			&lt;strong&gt;In den Zeitungen geschah Erstaunliches. Das vorher monatelang ununterbrochene Dauermantra &amp;bdquo;&amp;Ouml;kostromf&amp;ouml;rderung l&amp;auml;sst Strompreise explodieren&amp;ldquo; verstummte Mitte M&amp;auml;rz augenblicklich. Keine Zeile mehr zu explodierenden Strompreisen durch solare &amp;Uuml;bersubventionierung, obwohl die Nachfrage nach Photovoltaik viel st&amp;auml;rker war als zuvor. &amp;Uuml;ber Wochen und Monate blieb es still, es herrschte regelrechte PV-Bashing Friedhofsruhe &amp;hellip;.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
		

&lt;p&gt;
			&lt;strong&gt;Vor&amp;uuml;bergehend! &amp;nbsp; Teil 2 folgt ....... &lt;a href=&quot;http://experts.top50-solar.de/5169/vom-hoffnungstr%C3%A4ger-zum-s%C3%BCndenbock-teil-2&quot; rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier!&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
		

&lt;div&gt;
			

&lt;p&gt;
				&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
			

&lt;p&gt;
				&lt;a href=&quot;#_ednref1&quot; name=&quot;_edn1&quot; rel=&quot;nofollow&quot; title=&quot;&quot;&gt;[i]&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://www.jarass.com/home/index.php/DE/energie/aufsaetze/382-neuer-eeg-ausgleichsmechanismus-kann-den-ausbau-der-erneuerbaren-energien-gefaehrden&quot; rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;http://www.jarass.com/home/index.php/DE/energie/aufsaetze/382-neuer-eeg-ausgleichsmechanismus-kann-den-ausbau-der-erneuerbaren-energien-gefaehrden&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
			

&lt;div&gt;
				

&lt;p&gt;
					&lt;a href=&quot;#_ednref1&quot; name=&quot;_edn1&quot; rel=&quot;nofollow&quot; title=&quot;&quot;&gt;[ii]&lt;/a&gt;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;http://www.netztransparenz.de/de/EEG-Konten-%C3%9Cbersicht.htm&quot; rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;http://www.netztransparenz.de/de/EEG-Konten-%C3%9Cbersicht.htm&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
			&lt;/div&gt;
			

&lt;div id=&quot;edn2&quot;&gt;
				

&lt;p&gt;
					&lt;a href=&quot;#_ednref2&quot; name=&quot;_edn2&quot; rel=&quot;nofollow&quot; title=&quot;&quot;&gt;[iii]&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://blogs.taz.de/rechercheblog/2011/10/28/atomlobby/&quot; rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;http://blogs.taz.de/rechercheblog/2011/10/28/atomlobby/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
			&lt;/div&gt;
			

&lt;div id=&quot;edn3&quot;&gt;
				

&lt;p&gt;
					&lt;a href=&quot;#_ednref3&quot; name=&quot;_edn3&quot; rel=&quot;nofollow&quot; title=&quot;&quot;&gt;[iiii]&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://www.lobbycontrol.de/2009/09/lesenswert-internes-strategiepapier-fur-atomlobby/&quot; rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;https://www.lobbycontrol.de/2009/09/lesenswert-internes-strategiepapier-fur-atomlobby/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
				

&lt;p&gt;
					&lt;a href=&quot;#_ednref3&quot; name=&quot;_edn3&quot; rel=&quot;nofollow&quot; title=&quot;&quot;&gt;[iiiii]&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://energieblogger.net/public/via_GreenPeace_Kommunikationskonzept_Kernernergie.pdf&quot; rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;http://energieblogger.net/public/via_GreenPeace_Kommunikationskonzept_Kernernergie.pdf&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
			&lt;/div&gt;
		&lt;/div&gt;
	&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;


&lt;p&gt;
	&amp;nbsp;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;
	&lt;span style=&quot;color: rgb(51, 51, 51); font-family: Helvetica, Arial, Sens-serif; line-height: 18px; background-color: rgb(250, 250, 250);&quot;&gt;Allen, die schon ganz gespannt sind, wie es weitergeht, kann ich mitteilen, dass Teil 2&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;color: rgb(51, 51, 51); font-family: Helvetica, Arial, Sens-serif; line-height: 18px; background-color: rgb(250, 250, 250);&quot;&gt;von der DGS&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;color: rgb(51, 51, 51); font-family: Helvetica, Arial, Sens-serif; line-height: 18px; background-color: rgb(250, 250, 250);&quot;&gt;aufgrund der gro&amp;szlig;en Nachfrage und gleichzeitigen Dringlichkeit der Situation&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;color: rgb(51, 51, 51); font-family: Helvetica, Arial, Sens-serif; line-height: 18px; background-color: rgb(250, 250, 250);&quot;&gt;jetzt doch schon im vollst&amp;auml;ndigen Umfang&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;color: rgb(51, 51, 51); font-family: Helvetica, Arial, Sens-serif; line-height: 18px; background-color: rgb(250, 250, 250);&quot;&gt;online gestellt wurde.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;
	&lt;span style=&quot;color: rgb(51, 51, 51); font-family: Helvetica, Arial, Sens-serif; line-height: 18px; background-color: rgb(250, 250, 250);&quot;&gt;Teil 2:&amp;nbsp;&lt;/span&gt;
&lt;br style=&quot;color: rgb(51, 51, 51); font-family: Helvetica, Arial, Sens-serif; line-height: 18px; background-color: rgb(250, 250, 250);&quot;&gt;
	&lt;a href=&quot;http://www.sonnenenergie.de/index.php?id=30&amp;amp;no_cache=1&amp;amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=294&quot; rel=&quot;nofollow&quot; style=&quot;text-decoration: none; color: rgb(89, 106, 140); font-family: Helvetica, Arial, Sens-serif; line-height: 18px; background-color: rgb(250, 250, 250);&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;http://www.sonnenenergie.de/index.php?id=30&amp;amp;no_cache=1&amp;amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=294&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
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<pubDate>Fri, 13 Jun 2014 14:18:50 +0000</pubDate>
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