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Wie seriös ist dieses Angebot (s.u.) und wer kennt einen zuverlässigen Solarteur im PLZ Bereich 96?

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Eingestellt 29, Apr 2017 in Photovoltaik von Burgkunstädter

Bei mir war ein Außendienstverkäufer der Fa. MEP-Werke aus München. Er war nett und sympathisch und eigentlich klang alles logisch. Aber irgendwie ist bei mir nicht der Funke übergesprungen.

1. Ich wurde zweimal vom Call-Center der Firma angerufen und jedesmal war jemand am Telefon, der nur gebrochen Deutsch sprach (Call-Center im Ausland?)

2. Der Verkäufer hat die ganze Zeit darauf hingearbeitet, dass ich jetzt sofort unterschreibe. Und am liebsten natürlich für eine Mietanlage. Nachdem ich ihm aber gesagt habe, das ich natürlich lieber kaufen würde, war er schon etwas enttäuscht,hatte ich das Gefühl (Verkaufsprovision halbiert?)

3. Er hat mir vorgerechnet, dass ich (Vier-Personen-Haushalt) mit einem Stromverbrauch von umd die 3300 KWh/a ca. 2400 KWh selbst produzieren und verbrauchen könnte, 900 zukaufen müßte und ca. 400 einspeisen könnte.

Das ganze mit einer 2,85 KWp-Anlage die ich für 49,- monatlich auf zwanzig Jahre mieten sollte oder für knapp 7000,- Euro auch hätte kaufen können. Das ganze ohne Speicher, davon hat er explizit abgeraten.

4. Jetzt hab ich die Fa. mal intensiv gegoogelt und festgestellt, dass es fast auschließlich negative Bewertungen gibt.

Jetzt hab ich mich mal parallel auf die Suche nach einem lokalem Solarteur im PLZ-Berich 96215 Lichtenfels gemacht.


   

3 Antworten

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Beantwortet 4, Mai 2017 von Geckler, Heinz (2,530 Punkte)

Hallo Burgkunstädter,

unabhängig von Preisen oder sonstigen Planungsdetails erscheinen mir die Aussagen des Verkäufers mehr als unrealistisch. Hier eine beispielhafte Grafik einer Kundenanlage, bei der sogar etwas mehr Strom produziert wird (Größe der PV-Anlage 3,3 kWp ) und etwas weniger Strom verbraucht wird.

image

Trotzdem konnte der Kunde nur ca. 770 kWh EIgenstrom aus der PV-Anlage nutzen. Eine Eigenverbrauchsquote von 85%, wie sie sich aus den bereitgestellten Zahlen ergibt, ist ohne Speicher einfach nicht machbar. Selbst mit Speicher ist es schwierig diese Quote zu erreichen.

Gruß, Heinz Geckler

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Beantwortet 4, Mai 2017 von SimonE (67 Punkte)

Hallo Burgkunstädter,

ich kenne diese Firma nicht, und daher möchte ich mir auch kein Urteil im speziellen erlauben.

Grundsätzlich aber bin ich der Meinung, dass eine Investition in Solar ein tolles und lohnensweres Vorhaben ist, aber nichts, was man einfach so "über's Knie brechen" sollte. Daher halte ich es für grundlegend fragwürdig, jemanden zu einer Vertragsunterschrift zu drängen.

Nehmen Sie sich die Zeit, Alternativangebote einzuholen und beauftragen Sie nur Firmen/Personen, bei denen Sie persönlich das Gefühl haben, in guten Händen zu sein. Nicht das günstigste Angebot ist zwangsweise das Beste.

Beste Grüße

Simon Edel
Milk the Sun


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Beantwortet 5, Mai 2017 von Axel Horn (448 Punkte)

Ich staune immer wieder, mit welcher Dreistigkeit die tollsten Versprechungen gemacht werden, wenn es darum geht, PV Anlagen zu verkaufen. 2.800 kWh Jahresertrag aus 2,85 kW peak sind zwar durchaus korrekt. Aber es ist krass, diese im Jahr 2017 für 0,21 €/kWh zu verkaufen. Der Eigenverbrauchsanteil müsste schon sehr hoch liegen, damit man bei rund 0,09 € Euro Verlust pro ins Netz eingespeister Kilowattstunde nicht insgesamt draufzahlt. Ein Batteriespeicher würde das nicht heilen, denn bei diesem gehen 20% des Solarstroms durch Lade-/Entladeverluste verloren. Da ist es billiger und für die Energiewende effizienter besser, einfach zu einen Ökostromanbieter zu wechseln, der wirklich zu 100% Strom aus Erneuerbaren Energien liefert, in einem zuverlässigen Mix aus Sonne, Wind und Wasser.

So bleibt das das Dach frei, um mit einem Sonnenkollektor dezentral Wärme für Warmwasser und Heizung zu erzeugen, und um 30% Brennstoff und damit verbundene CO2-Emissionen zu sparen.

Wenn neben der Solarthermie - viel mehr als 10 m² müssen es ja gar nicht sein - noch ausreichend Dachflächen frei sind, spricht natürlich nichts dagegen, bei einem seriösen Solarinstallateur aus der Region auch noch eine PV-Anlage in Auftrag zu geben. Nach dem, was im Internet veröffentlicht wird, müssten 3 kW für rund 5.000 € zu haben sein

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