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Nach dem Elektroauto das Elektroflugzeug?

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Eingestellt 29, Apr 2014 in Elektroauto, E-mobility von Franz Alt (1,830 Punkte)
   

2 Antworten

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Beantwortet 14, Mai 2014 von Michael Kessler (344 Punkte)
Man sollte sich auf jeden Fall die erforderliche Leistung einmal anschauen, die benötigt wird bei einem Start - dann kann man schon grob einschätzen, ob ein eine elektrische Erzeugung des Schubs (über einen Akku) eine Option ist, bzw. was hinsichtlich Energiedichten von Batterien noch passieren müsste, damit ein Akku in einem Flugzeug eine Alternative ist:
 
Airbus A380 im Flug: Ca. 150.000 PS (ganz grob 100.000 KW) - fliegt mit ca. 30% Schub.
Beim Start benötigt der Flieger entsprechend mehr --> 300.000 KW
 
300.000 KW: Dafür benötige ich - bei aktueller Akku-Technologie (Li-Ionen) - einen Akku der ca. 300 Tonnen wiegt (Leergewicht des Airbus ist in etwa auch 300 Tonnen und auch Treibstoff hat der A380 maximal 300 Tonnen an Board): Ich habe einmal 1 KW / kg angenommen (Die Leistungsdichte von Li-Ionen Akkus liegt typischerweise bei 0.3-1.5 kW/kg laut Wikipedia) 
 
Insofern würde ich stark vermuten, dass eher der Brennstoff regenerativ hergestellt wird in ferner Zukunft - wir aber nicht mit Elektroflugzeugen fliegen werden (zumindest keine, bei denen die Energie für den Elektromotor über einen Akku bereitgestellt wird). Oder es tut sich in der Speichertechnologie noch etwas und Energiedichten bzw. Leistungsdichten können um einen Faktor deutlich > 10 gesteigert werden ... dann würde ein Akku an Board in Kombination mit einer Gasturbine und einem Eletromotoren ggfs. sinnvoll sein.
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Beantwortet 29, Apr 2014 von Franz Alt (1,830 Punkte)

Was vor wenigen Jahren noch als reine Utopie schien, könnte schon bis 2030 Realität sein. Der Luftfahrtkonzern Airbus will Flugzeuge bauen, die nicht mehr mit Kerosin fliegen, sondern mit Strom. Nach dem E-Auto bald das E-Flugzeug? Kommt die Revolution der Luftfahrt?

Das erste E-Flugzeug heißt E-Fan. Es ist über sieben Meter lang, hat eine Spannweite von zehn Metern und wiegt 500 Kilogramm. 20 Erprobungsflüge hat Airbus damit bereits durchgeführt. „Wir untersuchen die Technologie der Zukunft“, sagt der Airbus-Forschungschef Jean Botti zur Süddeutschen Zeitung

 

Bisher wurden nur elektrische Einsitzer getestet. Aber inzwischen können sich die Airbus-Ingenieure vorstellen, dass in etwa 15 Jahren auch Flugzeuge mit 90 Passagieren elektrisch auf Regionalstrecken fliegen.

 

Wie beim E-Auto ist auch beim E-Flieger die Batterie das Hauptproblem. Nur: Beim E-Auto muss das Gewicht beschleunigt und abgebremst werden, aber beim E-Flugzeug zusätzlich auch in der Luft gehalten.

 

Bisher flog der E-Fan beim Test mit 80 PS in 700 Metern Höhe 35 Minuten. Das soll aber erst der Anfang sein. Das künftige elektrische Regionalflugzeug mit etwa 90 Fluggästen soll zunächst ein Hybrid-Flugzeug sein, sagt Botti.

 

Zusätzlich zu den Batterien soll eine Gasturbine Strom erzeugen. Die Süddeutsche Zeitung schreibt dazu: „Beim Start, wenn die maximale Leistung benötigt wird, versorgt sie gemeinsam mit den Akkus die sechs Elektromotoren mit Energie. Im Reiseflug wird die Turbine dagegen nur benötigt, um die Batterien permanent aufzuladen. Während der Landung werden die Elektropropeller abgestellt. Sie können dann – wie Windräder – Strom erzeugen und die Batterien laden.“

 

Ein möglicher E-Airbus ist leiser, umweltfreundlicher und natürlich leichter als ein Kerosin-Flieger. Die internationale Luftfahrtbranche hat sich selbst strenge Umweltauflagen verordnet: Bis 2050 soll der Lärm um 65% gemindert werden und die CO2-Ausstöße sogar um 90%.

 

Dazu passt der Hybridflieger und langfristig gar das reine Elektro-Flugzeug. Bis aber am Himmel Hochspannung herrscht, werden sicher noch einige Jahre vergehen. Der Ingenieur Botti sagt: „Während ich bei den Motoren zuversichtlich bin, bereiten mir die Batterien die größten Kopfschmerzen.“

 

Auf jeden Fall ein spannender Lernprozess.

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Kommentiert 29, Apr 2014 von Frank Müllers (590 Punkte)
Langstrecken fliegende Elektro - Motorsegler schweizer Bauart mit amerikanischen Hochleistungsmodulen gibt's ja schon länger - aber soweit ich weiß bisher ohne Stromspeicher. Das Herrn Botti die Akkus
Kopfzerbrechen bereiten, kann ich nachvollziehen. Auf Grund der noch sehr geringen Speicherdichte haben gängige Automobilhersteller oft noch Gewichtsprobleme bei Ihren Fahrzeugen. Da wird es wohl noch ein paar Tage dauern, bis der " leichtere " E-Airbus sich in die Lüfte schwingt.
Wünschenswert wäre es allenfalls  - für die Umwelt im Allgemeinen und für Flughafenanwohner im Besonderen...
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